Einsatzgebiete

In den letzten Jahren hat eine zunehmende Spezifizierung im Spinnfischen stattgefunden, so dass konstruktive Besonderheiten am Rutenblank auf den Markt gekommen sind. Die Spinnrute ist nicht mehr nur für das Auswerfen des Köders gedacht, sie ist sozusagen der Taktstock zur Köderführung. Das Werkzeug, um den Fisch an den Köder zu locken. Das A und O liegt hierbei auf der Aktion des Ruten-Taper (Taper = Aufbau des Rutenblanks).



Die Einteilung in parabolischer, semiparabolischer und durchgehender Aktion der Rute ist mittlerweile veraltet und gehört in die Geschichtsbücher. Heute wird aufgrund der verschiedenen Techniken, Kunstköder und Schnüre die Aktion des Taper klarer definiert. Die Aktion des Taper beschreibt primär das Verhalten des Rutenblanks unter Belastung, welches mit „slow“ bis „extra fast“ angegeben wird. Wie schon gesagt, es beschreibt nicht die Schnellkraft, sondern den Aufbau (Taper) des Rutenblanks: das Verhältnis zwischen dem flexiblen und dem steifen Teil des Tapers. Bei der langsamen Aktion „slow“ geht der flexible Teil bis weit über die Hälfte der Rutenlänge. Beim „Extra-Fast“ Taper hingegen befindet sich der flexible Teil im vordersten Spitzensegment (ca. die letzten 10% des Tapers).

Unterteilt wird das Ruten-Taper in fünf Gruppen, beschrieben wird der flexible Teil der Rute.

  • Slow Action: Der flexible Teil der Rute liegt bei rund der Hälfte der Rutenlänge.
  • Medium oder Regular Action: ca. 40%

  • Medium oder Regular Fast Action: ca. ein Drittel der Rutenlänge

  • Fast Action: bei ca. 20%

  • Extra-Fast Action: nur noch 10% der Rutenlänge sind flexibel.

Grob gesagt sind Rutenblanks mit einer Slow, Medium und Regular Fast Action eher für das Angeln mit Hardbaits (Wobbler) gedacht. Und Spinnruten von Regular Fast bis Extra Fast eher für das Angeln mit Softbaits (Gummifische, Twister, …). Wobei die Übergänge hier fließend sind und wie gesagt die Ausnahme bestätigt auch hier die Regel.